Wie alles begann…und ein erster Überblick

Am Sonntag, den 22. September 1991 verwirklichte Mag. Günther Schauer die Idee seiner Tochter Eva, nämlich einen neuen, kleinen Chor zu leiten, und gleichzeitig ihren damaligen Freundeskreis zum Singen zu bringen, und empfing uns an diesem Abend erstmals bei sich zu Hause am Dachboden zur Probe.
Wir, das waren damals Eva Schauer, Gerhard Eiserle, Elisabeth Molzer, Franz Pfaffl, Andrea Pfaffl, Ulli Stücklschwaiger, Wolfram Reichert, Elfi Zusl, Otto Schweizer, Wolfgang Frühlinger, Ulrike Jaksch, Christa Plaschka, Jutta Rohrschach.
Wir sangen bloß die ersten paar Takte unseres ersten Stückes, „Somebody loves me“ von George Gershwin, und schon war es um uns geschehen. Wir hatten uns verliebt. Wir hatten uns in das Singen verliebt!!!!
Es folgten weitere Takte, weitere Stücke, wie „Bist du net bei mir“ und „Matona mia cara“, es folgte die Gründung der Chorvereinigung, neue Mitglieder, unser erster Auftritt, die Anmietung des Chorlokales in der Laaerstraße, nachdem wir zunächst dankenswerterweise das Lokal des Korneuburger Gesangsvereines benutzen durften.
Sänger und Sängerinnen kamen und gingen, wir begannen, gemeinsame Chor- und Wintersportwochen in der Adalbert Stifter Jugendherberge in Aigen /Schlägl, der Heimat unseres lieben Günther Schauer, zu verbringen, wir sangen bei den Musiktagen, bei Hochzeiten, konnten die Sparkasse und die Stadtgemeinde Korneuburg als Sponsoren gewinnen, und brachten auch mit Wolfram Reichert einen Jungchorleiter aus unseren eigenen Reihen hervor.
Wolfram Reichert hatte am Konservatorium Bratsche studiert und war schon durch seinen, am Ossiachersee als Chorleiter und musikalischer Organisator bekannten Kärntner Großvater, mit der Chormusik aufgewachsen. Als junger Chorleiter, Orchestermusiker, und unser Freund war er weniger schulmeisterlich, ließ er eine lockere Atmosphäre zu, war überaus waghalsig und mutig, schwärmte von der Agogik und der Linie, von „The Shadow of Your Smile“, ebenso wie vom Volkslied, war ein extremer Brucknerfan, genau wie unser „Chorvater“ Günther Schauer, und zeichnete sich durch seinen enormen Bewegungsdrang beim Dirigieren aus - obwohl er sich ansonsten weder für Tango noch für Leistungssport interessierte.
Und hiermit ist schon das Stichwort für unseren nächsten Chorleiter gefallen. Ricardo Luna, aus Buenos Aires. Unser damaliger Obmann Martin Lentsch – der wohl rührigste Obmann unter allen Obmännern der Welt – fand ihn nach langer Suche und Studium von Inseraten an der Uni, als Wolfram nicht mehr zur Verfügung stand, und Günther Schauer seinen wohlverdienten Ruhestand ankündigte.
Leider begann dieses erste Chorjahr mit Ricardo gleich mit dem Tod unseres geliebten Chorvaters Günther Schauer. Er starb an dem Tag, an dem er eigentlich seine letzte Probe halten sollte, die jedoch wegen Männermangels abgesagt wurde. Wir waren so geschockt, dass wir keinen Ton herausbrachten, nicht einmal zu seinem Begräbnis - wofür ich mich schäme; was er aber sicherlich verstehen wird, denn er war immer ein sehr verständnisvoller Chorvater, der uns unendlich viel lehrte, und uns unendlich viel Freude bereitete, mit dem, was er uns in die Herzen pflanzte: Die Liebe zur Musik.
Seit Herbst 2009 singen wir unter der Leitung von Gabriela Aron, die bereits 2006 für Ricardo vertretungsweise einige Chorproben übernommen hatte. Neue SängerInnen konnten dazugewonnen werden, wir studieren 4-8 stimmige Chorliteratur ein, neue Ideen und weitere Auftrittsmöglichkeiten haben sich ergeben, freundschaftliche Kontakte und gemeinsame Konzerte mit anderen Chören entstehen und entwickeln sich zur alljährlichen Tradition. Unsere Gabi ist
Chorleiterin mit Leib und Seele, leitet uns mit viel Freude und Engagement. Ihre Schwerpunkte legt sie auf "A-Cappella-Chormusik" und ein breitgefächertes Repertoire. 

 

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